COUNT BASIE SOCIETY meets at the Union Jack Club, Sandell Street London SE1.

Udinbak is Member of the Count Basie Society. 


in memorian Lionel Hampton 

The Mess Is Here 

Die berühmte Aufnahme entstand im Sommer 1944 mit folgender Besetzung: 

Lionel Hampton and his Orchestra 

Snooky Young, Lammar Wright, Dave Page, Joe Morris, Wendell Culley (tp), 
Vernon Porter, Andrew Pee,  Sonny Craven, Fred Beckett (tb), George 
Dorsey, Gus Evans (as), Arnett Cobb, Fred Simon (ts), Charlie Fowlkes (bars), 
Milt Buckner (p),  Billy Mackel (g), Ted Sinclair (b), Fred Radcliff (dr), 

Es war eine Aufnahme auf einer speziellen Acetat-Scheibe von 40 cm Durchmesser ausschließlich für Radiosendungen. Populär wurde das Stück durch den Auftritt der Hampton-Band im Berliner Sportpalast 1953 und den amerikanischen Soldatensender AFN Berlin. Platten der vielfach im Radio gesendeten Originalaufnahme gab es in den 50er und 60er Jahren nicht zu kaufen. Vermutlich auch dadurch erhielt die "Messe" Kultstatus. 

      "Ich erinnere aus dieser Zeit, dass die Fans sich die Klinken der Plattengeschäfte in die Hand gaben: "Haben Sie die Messe?" Nein, die Messe hatten sie nicht, nicht mehr, noch nicht oder hatten noch nie davon gehört. Gemeint war damit ein total verrücktes Ding, die für damalige Begriffe überheiße Hampton-Nummer "The Mess Is Here". Einer meiner Jugendfreunde, der Verzweiflung schon nahe, weil auch er die Messe nicht bekam, tracktierte alle, die er kannte: "Besorg mir die Messe, zu jedem Preis, sonst dreh ich durch." Natürlich drehte er nicht, sondern besann sich auf spezielle Drähte zum britischen Soldatensender BFN und organisierte sich schließlich die Hampton-Messe auf V-Disc. Wir hörten das Ding, bis die Nadel des Plattenspielers das blanke Aluminium unter der hauchdünnen Tonträgerschicht aus Schellack hervorkratzte. Teufel, waren das Zeiten, und die verdanken wir dem Hamp." 

Das schreibt Milton Zweig aus Hamburg im Begleittext zur der Doppel-LP "The Best of Lionel Hampton" MCA Coral COPS 6595, die im Jahre 1973 von der Telefunken-Decca Schallplattengesellschaft herausgegeben wurde. Aber, oh Schreck, so hervorragend die Scheiben zusammengestellt worden sind, die Messe ist ist nicht darauf. 

Im Jahre 1958, anlässlich eines der regelmäßigen Europa-Besuche, die Hampton mit immer wieder neu aufgestellten Bands unternahm, wurde "The Mess Is Here" in Stuttgart (5. und 6. Januar 1958) aufgenommen und auf der Bertelsmann-LP 7034 veröffentlicht. Von der Originalbesetzung, die einige hochkarätige Musiker enthielt, ist nur noch der Gitarrist Billy Mackel dabei. Als Stargast bläst der populäre deutsche Trompeter Macky Kasper das effektvolle Trompetensolo. Im Original war es Dave Page, wenn man Jürgen Wölfer folgt, der den Hüllentext zur ersten kommerziellen LP mit dem originalen Kultstück schrieb. Die Platte erschien erst 1985 unter dem Bootleg-Label MAGIC AWE 18 der englischen Firma Submarine Records. 

Dave Page war ein Hochtonspezialist auf der Trompete wie Cat Anderson, dem in diesem Genre die Krone gebührt, er brachte es bis zum c```. Cat Anderson hat vielfach in der Hampton-Band gespielt, schon anfangs der 40er Jahre, aber auch später. Es spricht viel dafür, dass Anderson die Melodie und und eventuell auch das Arrangement in die Hampton-Band mitgebracht hat. 

Denn Cat Anderson ist ohne Zweifel der Komponist. Man höre das Stück "Everything Goes", aufgenommen von Duke Ellington and his Orchestra in einem Rundfunkstudio in New York am 28. März 1946. Das ist die Messe ! Die Aufnahme gehört zu einer Serie von knapp 70 Titeln, die erst 1978 von dem renommierten Label Hindsight auf fünf Langspielplatten veröffentlicht wurden. Die kenntnisreiche Jazzpublizistin Patricia Willard teilt in den Liner Notes mit, dass William Alonzo "Cat" Anderson die Melodie 1943 geschrieben und später selbst arrangiert hat. Ellington spielte es regelmäßig bei Tanzveranstaltungen, nahm es aber nie wieder auf. Das Stück dauert - weil das Limit von 3 Minuten für die damalige kommerzielle Schellackplatte entfiel - 4:50 Minuten. Trotz der guten Soli von Ellington auf dem Piano, Johnny Hodges auf dem Altsaxophon, Al Sears auf dem Tenorsaxophon und natürlich von Trompeter Cat Anderson kommt es an den mitreißenden Schwung von Lionel Hamptons Einspielung nicht heran. 

Hamp hat die Messe in seinen späteren Jahren nur gelegentlich gespielt. So zum Beispiel mit dem Inner Circle, einer kleinen Band von zehn Mann, am 9. März 1971 in der Pariser Konzerthalle Pleyel. Lionel improvisiert ausführlich auf dem Vibraphon. Der Charakter des Stückes ist völlig verändert. Ein neues Arrangement der Messe für Big Band schrieb Frank Como. Lionel spielte es am 1. Juni 1982 in Tokio live und begeisterte sein japanisches Publikum mit präziser Arbeit der reichlich besetzten Blech- und Saxophongruppe. Der Schlagzeuger Duffy Jackson trommelt die Band vorwärts und auch die Solisten auf Altsax und Trompete überzeugen. 

Von anderen Bands wurde das Stück nur selten ins Programm genommen. Der Blues-Pianist Cow Cow Davenport spielte es 1945 als Solist. Der Berliner Otto Hamborg nahm es mit seiner Big Band 1997 live auf CD auf. 

Hamptons leicht verstaubte Radio-Aufnahme von 1944 aber bleibt unerreicht. Man findet sie heute auf der preisgünstigen 4-CD-Box des englischen Labels Proper "The Lionel Hampton Story" (Properbox 12) zusammen mit den Höhepunkten aus Lionels schöpferischen Jahren ab 1937 bis 1950. 

Wirklich populär war die Messe wohl nur in Hamburg und Berlin. Der RIAS hatte sie 1955/56 wochenlang als Tophit in den "Schlagern der Woche", die von allen jungen Leuten am Montag Abend gehört wurden. Da der Tonband-Amateur Klaus Kühne mitgeschnitten hatte, konnte die Ortsgruppe Friedenau die Messe nach Belieben zelebrieren. 


June 2002 Highlights
 

Woody Herman 1963  Universal/Philips(CD in LP-sleeve)

A hard swinging band and well constructed charts. Look also for LP "Encore"!

Solos:   Sal Nistico ts, Bill Chase tp, Paul Fountaine tp, Gene Allen bs, Phil Wilson tb
Rhythm: Nat Pierce p, Chuck Andrus b, Jake Hanna dr
Charts:   Gordon Brisker, Tommy Newsome, Bill Chase, Nat Pierce
Mo-lasses - Blues for J.P. - Don´t get around much anymore - Tunin´ in - Sister Sadie
Sig ep - It´s a lonesome old town - Camel Walk
 
 

Hot Lips Page  "Jump for Joy"  Columbia/Legacy CK6563

Luther Allison

Here is a serious piece of supreme listening pleasure by one of the finest of all the great blues and jazz musicians. Hot Lips Page is just now getting the spotlight again, and many are at last asking "Wow, who was that?", especially when they hear recordings like the famous 1938-39 "From Spirituals to Swing Concert". Hot Lips, who eluded fame, today stands out as a truly superlative player, no matter who you measure him against. Dizzy Gillespie is quoted in the liner notes as having said "When Lips gets the blues don't mess with him. Not me, not Roy (Eldridge), not Louis (Armstrong) - nobody". 

Some people think the blues is singularly a twelve-bar on the guitar, and that horns automatically make things "jazz". Call it what you want, but man, you've never heard the true blues until you hear a genius like Hot Lips Page or Louis Armstrong let loose on a trumpet.

Swing trumpeter and vocalist Hot Lips Page, one of the most admired and beloved sidemen of his period, must have been the coolest hipster to ever strut the stage, with is snazzy baggy-pants uptown suits and his hair gassed back all shiny and slick. One jive talking music prince he was, a debonair ladies man who could give Duke Ellington a run when it comes to elegance and style. He had it all, the 30's hip-lingo and a personality to shine from Kansas City clear across to New York and everybody loved him for it. A true musician's musician, the high-living and brilliant Oran Thaddeus "Hot Lips" Page could play the trumpet like he was announcing the Kingdom Come, and he sang with the most soulful blues voice that could rival Big Joe Turner. He could play it all: blues, jazz, swing, jump or whatever gave rise, seamlessly and without boundaries. 

Hot Lips blew the trumpet with that trademark, jump-swing Kansas City sound. He started out playing in the great bands of Ma Rainey and Bessie Smith and whatever he touched had the blues in it. He was in Walter Page's Blue Devils and later joined Bennie Moten's band in KC. By 1936 he was playing lead and featured trumpet for Count Basie. 

In 1937 he decided to go solo. The CD "Jump from Joy" features a 22 track overview of that period, his work with various combos and orchestras during 1937-39 led by Chu Berry, Teddy Wilson, Billie Holiday and the great pianist Pete Johnson and Lips' own band from 1947-50. 

Included are 8 previously unissued tracks and a number of true gems. Hot Lips' signature song "St. James Infirmary Blues" launches the mood. There is a delightful set with a sultry, hip-talking Pearl Bailey. "Baby, it´s cold outside" became commercial success. Hot Lips consistently maintained a sense of wonder, joy and exuberance in his music, a bit of fun and a sense of humor like in his 1950 song "There ain't no flies on me". "I can't believe that you're in love with me" and "Why did I always depend on you?" with Billie Holiday further rounds out this fine collection.

Play me some more Hot Lips, please!

1940   Decca    "South", "Lafayette" featuring Don Byas and Pete Johnson
1944   V-Disc   "Miss Martingale", "The Sheik of Araby" featuring Jack Teagarden

 


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update: 3. November  2002
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