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in memorian Lionel
Hampton The Mess Is Here Die berühmte Aufnahme entstand im Sommer 1944 mit folgender Besetzung: Lionel Hampton and his Orchestra Snooky
Young, Lammar Wright, Dave Page, Joe Morris, Wendell Culley (tp), Es war eine Aufnahme auf einer speziellen Acetat-Scheibe von 40 cm Durchmesser ausschließlich für Radiosendungen. Populär wurde das Stück durch den Auftritt der Hampton-Band im Berliner Sportpalast 1953 und den amerikanischen Soldatensender AFN Berlin. Platten der vielfach im Radio gesendeten Originalaufnahme gab es in den 50er und 60er Jahren nicht zu kaufen. Vermutlich auch dadurch erhielt die "Messe" Kultstatus. "Ich erinnere aus dieser Zeit, dass die Fans sich die Klinken der Plattengeschäfte in die Hand gaben: "Haben Sie die Messe?" Nein, die Messe hatten sie nicht, nicht mehr, noch nicht oder hatten noch nie davon gehört. Gemeint war damit ein total verrücktes Ding, die für damalige Begriffe überheiße Hampton-Nummer "The Mess Is Here". Einer meiner Jugendfreunde, der Verzweiflung schon nahe, weil auch er die Messe nicht bekam, tracktierte alle, die er kannte: "Besorg mir die Messe, zu jedem Preis, sonst dreh ich durch." Natürlich drehte er nicht, sondern besann sich auf spezielle Drähte zum britischen Soldatensender BFN und organisierte sich schließlich die Hampton-Messe auf V-Disc. Wir hörten das Ding, bis die Nadel des Plattenspielers das blanke Aluminium unter der hauchdünnen Tonträgerschicht aus Schellack hervorkratzte. Teufel, waren das Zeiten, und die verdanken wir dem Hamp." Das schreibt Milton Zweig aus Hamburg im Begleittext zur der Doppel-LP "The Best of Lionel Hampton" MCA Coral COPS 6595, die im Jahre 1973 von der Telefunken-Decca Schallplattengesellschaft herausgegeben wurde. Aber, oh Schreck, so hervorragend die Scheiben zusammengestellt worden sind, die Messe ist ist nicht darauf. Im Jahre 1958, anlässlich eines der regelmäßigen Europa-Besuche, die Hampton mit immer wieder neu aufgestellten Bands unternahm, wurde "The Mess Is Here" in Stuttgart (5. und 6. Januar 1958) aufgenommen und auf der Bertelsmann-LP 7034 veröffentlicht. Von der Originalbesetzung, die einige hochkarätige Musiker enthielt, ist nur noch der Gitarrist Billy Mackel dabei. Als Stargast bläst der populäre deutsche Trompeter Macky Kasper das effektvolle Trompetensolo. Im Original war es Dave Page, wenn man Jürgen Wölfer folgt, der den Hüllentext zur ersten kommerziellen LP mit dem originalen Kultstück schrieb. Die Platte erschien erst 1985 unter dem Bootleg-Label MAGIC AWE 18 der englischen Firma Submarine Records. Dave Page war ein Hochtonspezialist auf der Trompete wie Cat Anderson, dem in diesem Genre die Krone gebührt, er brachte es bis zum c```. Cat Anderson hat vielfach in der Hampton-Band gespielt, schon anfangs der 40er Jahre, aber auch später. Es spricht viel dafür, dass Anderson die Melodie und und eventuell auch das Arrangement in die Hampton-Band mitgebracht hat. Denn Cat Anderson ist ohne Zweifel der Komponist. Man höre das Stück "Everything Goes", aufgenommen von Duke Ellington and his Orchestra in einem Rundfunkstudio in New York am 28. März 1946. Das ist die Messe ! Die Aufnahme gehört zu einer Serie von knapp 70 Titeln, die erst 1978 von dem renommierten Label Hindsight auf fünf Langspielplatten veröffentlicht wurden. Die kenntnisreiche Jazzpublizistin Patricia Willard teilt in den Liner Notes mit, dass William Alonzo "Cat" Anderson die Melodie 1943 geschrieben und später selbst arrangiert hat. Ellington spielte es regelmäßig bei Tanzveranstaltungen, nahm es aber nie wieder auf. Das Stück dauert - weil das Limit von 3 Minuten für die damalige kommerzielle Schellackplatte entfiel - 4:50 Minuten. Trotz der guten Soli von Ellington auf dem Piano, Johnny Hodges auf dem Altsaxophon, Al Sears auf dem Tenorsaxophon und natürlich von Trompeter Cat Anderson kommt es an den mitreißenden Schwung von Lionel Hamptons Einspielung nicht heran. Hamp hat die Messe in seinen späteren Jahren nur gelegentlich gespielt. So zum Beispiel mit dem Inner Circle, einer kleinen Band von zehn Mann, am 9. März 1971 in der Pariser Konzerthalle Pleyel. Lionel improvisiert ausführlich auf dem Vibraphon. Der Charakter des Stückes ist völlig verändert. Ein neues Arrangement der Messe für Big Band schrieb Frank Como. Lionel spielte es am 1. Juni 1982 in Tokio live und begeisterte sein japanisches Publikum mit präziser Arbeit der reichlich besetzten Blech- und Saxophongruppe. Der Schlagzeuger Duffy Jackson trommelt die Band vorwärts und auch die Solisten auf Altsax und Trompete überzeugen. Von anderen Bands wurde das Stück nur selten ins Programm genommen. Der Blues-Pianist Cow Cow Davenport spielte es 1945 als Solist. Der Berliner Otto Hamborg nahm es mit seiner Big Band 1997 live auf CD auf. Hamptons leicht verstaubte Radio-Aufnahme von 1944 aber bleibt unerreicht. Man findet sie heute auf der preisgünstigen 4-CD-Box des englischen Labels Proper "The Lionel Hampton Story" (Properbox 12) zusammen mit den Höhepunkten aus Lionels schöpferischen Jahren ab 1937 bis 1950. Wirklich populär war die Messe wohl nur in Hamburg und Berlin. Der RIAS hatte sie 1955/56 wochenlang als Tophit in den "Schlagern der Woche", die von allen jungen Leuten am Montag Abend gehört wurden. Da der Tonband-Amateur Klaus Kühne mitgeschnitten hatte, konnte die Ortsgruppe Friedenau die Messe nach Belieben zelebrieren. June 2002 Highlights Woody Herman 1963 Universal/Philips(CD in LP-sleeve) A hard swinging band and well constructed charts. Look
also for LP "Encore"! Solos: Sal Nistico ts, Bill Chase tp, Paul Fountaine tp,
Gene Allen bs, Phil Wilson tb Hot
Lips Page
"Jump for Joy" Columbia/Legacy CK6563
Here
is a serious piece of supreme listening pleasure by one of the finest of all
the great blues and jazz musicians. Hot Lips Page is just now getting the
spotlight again, and many are at last asking "Wow, who was that?",
especially when they hear recordings like the famous 1938-39 "From
Spirituals to Swing Concert". Hot Lips, who eluded fame, today stands
out as a truly superlative player, no matter who you measure him against. Dizzy
Gillespie is quoted in the liner notes as having said "When Lips gets
the blues don't mess with him. Not me, not Roy (Eldridge), not Louis
(Armstrong) - nobody". Some
people think the blues is singularly a twelve-bar on the guitar, and that
horns automatically make things "jazz". Call it what you want, but
man, you've never heard the true blues until you hear a genius like Hot Lips
Page or Louis Armstrong let loose on a trumpet. Swing
trumpeter and vocalist Hot Lips Page, one of the most admired and beloved
sidemen of his period, must have been the coolest hipster to ever strut the
stage, with is snazzy baggy-pants uptown suits and his hair gassed back all
shiny and slick. One jive talking music prince he was, a debonair ladies man
who could give Duke Ellington a run when it comes to elegance and style. He
had it all, the 30's hip-lingo and a personality to shine from Hot
Lips blew the trumpet with that trademark, jump-swing In
1937 he decided to go solo. The CD "Jump from Joy" features a 22
track overview of that period, his work with various combos and orchestras
during 1937-39 led by Chu Berry, Teddy Wilson, Billie Holiday and the great
pianist Pete Johnson and Lips' own band from 1947-50. Included
are 8 previously unissued tracks and a number of true gems. Hot Lips' signature
song "St. James Infirmary Blues" launches the mood. There is a
delightful set with a sultry, hip-talking Pearl Bailey. "Baby, it´s cold
outside" became commercial success. Hot Lips consistently maintained a
sense of wonder, joy and exuberance in his music, a bit of fun and a sense of
humor like in his 1950 song "There ain't no flies on me". "I
can't believe that you're in love with me" and "Why did I always
depend on you?" with Billie Holiday further rounds out this fine
collection. Play
me some more Hot Lips, please! 1940
Decca
"South", "Lafayette" featuring Don Byas and Pete Johnson |
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update: 3. November 2002 |